Definition Was ist Ransomware as a Service?

Von Blue Floyd

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Ransomware as a Service erlaubt es (angehenden) Kriminellen, bösartige Software auch ohne technische Vorkenntnisse zu mieten und einzusetzen. Dass Machenschaften dieser Art hochgradig illegal sind, versteht sich dabei von selbst.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ransomware as a Service (RaaS) beschreibt ein Geschäftsmodell, dass darauf basiert, gefährliche Ransomware zu mieten und einzusetzen. Diese Software kann andere Geräte über das Internet oder andere Netzwerke angreifen, dort beliebige Datenmengen verschlüsseln und nur gegen eine Lösegeldzahlung wieder freigeben. Jährlich entsteht durch Ransomware ein hoher finanzieller Schaden. Das Angebot, Ransomware zu mieten, macht es Cyberkriminellen leichter, sie einzusetzen, da kaum technischer Sachverstand notwendig ist.

Wie funktioniert Ransomware as a Service?

Ebenso wie bei normaler, legaler Software as a Service bewerben die Entwickler von RaaS ihre Produkte und stellen sie interessierten Kunden zur Verfügung. Es spielt sich auch nicht alles im Dark Web ab, sondern ist teilweise auch ganz offen im Open Web verfügbar. Die Anbieter von RaaS sind inzwischen hochgradig professionell aufgebaut – inklusive Support rund um die Uhr, Paketangeboten, Nutzerforen, Bewertungssystemen und mehr.

Das Geschäftsmodell von RaaS

Die Preise für RaaS-Angebote rangieren in einem Bereich zwischen einem zweistelligem bis hin zu vierstelligem Betrag. Vier Umsatzmodelle haben sich dabei im Laufe der Jahre durchgesetzt:

  • Eine pauschale Gewinnbeteiligung nach erfolgreichem Einsatz der Ransomware.
  • Die Entrichtung einer einmaligen Lizenzgebühr bei Verzicht auf Gewinnbeteiligung.
  • Monatliche Gebührenmodelle mit einer kleinen Gewinnbeteiligung.
  • Ein monatliches Gebührenmodell mit fixer Pauschalgebühr.

Die Preise für RaaS sind damit insgesamt vergleichsweise niedrig. Durchschnittlich erreichen die Lösegeldforderungen einen Wert von etwa 230.000 US-Dollar. Selbst bei Ausgaben von beispielsweise 2.000 US-Dollar pro Angriff reicht es aus, nur in 2 Prozent der Fälle erfolgreich zu sein, um einen großen Gewinn zu erzielen.

Zahlungsvarianten und Verbreitung

Im Jahr 2020 erzielten Cyberkriminelle mit dem Einsatz von Ransomware einen Umsatz von etwa 20 Milliarden US-Dollar, die Tendenz ist steigend. Der Markt ist hart umkämpft, sodass die Preise für die "Kunden" fallen. Bezahlt wird, wie es in der Branche üblich ist, meist mit Kryptowährungen, die sich auf die Wahrung der Privatsphäre spezialisiert haben (etwa Monero).

Zumindest im privaten Bereich fällt der Schutz gegen Ransomware recht einfach aus: Wer regelmäßig Backups erstellt, wird bei einer plötzlich verschlüsselten Festplatte wahrscheinlich nicht in Panik geraten. Im geschäftlichen Umfeld, wo allein die Veröffentlichung von Daten schon eine Bedrohung ist, sieht es anders aus, weshalb die Schutzmaßnahmen wesentlich umfangreicher sein müssen.

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